Erprobungsphase beendet
Seit Mitte der 90er Jahre hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Forderungen nach einer Neustrukturierung des Studiums stark unterstützt. Durch die Neufassung des Hochschulrahmengesetzes im Jahr 1998 ist rechtlich die Möglichkeit zur Einführung neuer Studiengängen entstanden. Seit einigen Jahren ist nun die Erprobungsphase für die neuen Studiengänge auf der Ebene des Hochschulrahmenrechts beendet worden.Neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung haben auch entsprechende Beschlüsse der Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz die Voraussetzungen geschaffen, um die Forderungen nach einer internationalen Ausrichtung des Studiums an Hochschulen umzusetzen. Seither gehören Bachelor- und Masterstudiengänge zum Regelangebot an deutschen Hochschulen.
(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bachelor und Master in Deutschland)
Konstanter Anstieg neuer Studienangebote
Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen an deutschen Hochschulen hat ein Prozess in Gange gesetzt, der die Hochschullandschaft Deutschlands in den letzten Jahren radikal verändert hat. Die Weichen für eine erneuerte Ausrichtung der Lehre und des Lernens sind gestellt worden. Seit Jahren führt die Studienreform zu einem kontinuierlichen Anstieg der Zahl von neuen Bachelor- und Masterstudiengängen. Inzwischen werden an deutschen Hochschulen 9.234 Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten. Mit anderen Worten: Rund 75 Prozent aller Studiengänge, die an deutschen Hochschulen angeboten werden, führen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master. Die Zahl der neuen bzw. umgestellten Studiengänge ist um 21 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Semester angestiegen, nachdem im Sommersemester 2008 ein Plus von 10 Prozent registriert werden konnte.
Positive Entwicklung der Studierendenzahl
Ebenso stark gestiegen ist die Studierendenzahl von neuen Studiengängen: Zum Wintersemester 2007/2008 haben sich 64,5 Prozent aller Erstsemester in einen Bachelor- oder Masterstudiengang immatrikuliert. Rund 30,9 Prozent der Studierende ist bereits in einem neuen Bachelor- bzw. Masterstudiengang eingeschrieben. Im Jahr 2006 war es noch jeder fünfte (19,5 Prozent) und im Jahr 2005 lediglich jeder achte (12,5 Prozent). Im Prüfungsjahr 2007 haben 37.577 Studierenden einen Bachelor- und Master absolviert. Dies entspricht 14 Prozent der Gesamtabsolventenzahl.
(Quelle: HRK, Hochschulrektorenkonferenz)
Detaillierte Zahlen zur Entwicklung der Studienangebote, der Studierendenzahl und der Absolventenzahlen seit 2000 bzw. 2001 in den jeweiligen Fächergruppen findet man unter:
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