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Sprach- und Kulturwissenschaften

Studierende im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften befassen sich mit dem Verstehen, der Auslegung und Deutung von so genannten Kulturleistungen des Menschen wie z.B. Sprache, Literatur, Kunst, Philosophie, Religion, Moral, Institutionen (Familie, Staat). Dementsprechende Studiengänge beinhalten so unterschiedliche Fächer wie z.B. Germanistik, Geschichte, Theaterwissenschaften, alte und neue Philologien und Musikwissenschaften, aber auch anwendungsbezogene Fächer wie z.B. Journalismus, Industrie-, Kommunikations- und Grafikdesign, ausübende und darstellende Kunst, Kulturmanagement oder Kunsttherapie.

Historiker/innen etwa helfen dabei, geschichtliche Zusammenhänge zu verstehen, indem sie vergangene Ereignisse anhand von Quellenmaterial aufspüren, untersuchen, rekonstruieren und interpretieren. So unterschiedliche Fachwissenschaftler/innen wie Arabisten oder Musikwissenschaftler/innen haben innerhalb ihres Aufgabenbereiches dennoch ganz ähnliche Aufgaben, beide fungieren als kulturelle Vermittler: Der Arabist bzw. die Arabistin erforscht, analysiert und dokumentiert arabische Sprache und Literatur in all ihren gegenwärtigen und historischen Erscheinungsformen, die Musikwissenschaftler/innen untersuchen, bewerten und deuten Grundlagen, Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Musik.

Die geistes- und kulturwissenschaftlichen Bachelorstudiengänge werden oft als Kombinationsstudiengänge angeboten. Das Studium umfasst dabei in Regel zwei Teilstudiengänge, die entsprechend den hochschulspezifischen Kombinationsvorschriften zu wählen sind (2-Fach-Bachelor). Studierende aus dem Bereich Geistes- und Kulturwissenschaften sollten sich gerne mit Texten, Theorien und Methoden auseinander setzen, angesichts der Menge der zu bewältigenden Primär- und Sekundärliteratur nicht den Blick für das Wesentliche verlieren und über kritisches Urteilsvermögen verfügen. Differenzierter Wortschatz, gutes Sprachverständnis und Sprachgefühl sowie genaue Arbeitsweise sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Während philologische Studiengänge, Philosophie, Geschichte, Musik- und Theaterwissenschaften nur an Universitäten zu studieren sind, haben Interessenten bzw. Interessentinnen für das Gebiet Design oder Medien auch die Wahl zwischen Fachhochschulen und Kunsthochschulen.

Angehende Industriedesigner/innen lernen den Entwurf von Strukturen, Formen und Farben für industriell zu fertigende Produkte wie z.B. Textilien, Porzellan, Glas, Maschinen und Werkzeuge. Studenten und Studentinnen des Bereichs Kommunikations-, Grafikdesign versuchen Informationen mittels Schrift, Farbe und Form in eine Bildsprache zu übersetzen, um Kataloge, Verpackungen, Prospekte, Plakate, Filme, Bildschirmoberflächen und digitale Medien gestalten zu können. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, studienwahl.de)

 

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